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Siege und Lehrgeld in Hamburg
Traditionell fand am vorletzten Septemberwochenende die
Norddeutsche Meisterschaft in Hamburg - Allermöhe
statt.
Mit dabei war die B-Crew des Landesruderverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Im
Mittelpunkt bei der immer mehr expandierenden Veranstaltung auf der Regattastrecke
an der Dove-Elbe standen natürlich die Meisterschaftsrennen, die vorrangig
im Erwachsenen-bereich, aber auch in den Kleinbooten der A-Junioren ausgetragen
wurden.
Die 15/16jährigen Jungen und Mädchen von der Ostseeküste starteten
ihrem Alter entsprechend meist in den Abteilungsrennen. Einzig unsere beiden
besten Skiffiers Hannes Ocik (SRG) und Paul Heinrich (RRC) trauten sich in
das Haifischbecken der Älteren und schnitten dort mit Platz 5 (Ocik) und
einem knappen Halbfinal – Aus (Heinrich) sehr ordentlich ab.
Im Riemenzweier der A-Junioren belegten Ocik und Conrad Fifelski (ORC) ebenfalls
einen achtbaren 5.Rang.Weiter nach vorn ging es dann besonders am sonnigen
Sonntag des meist windstillen Herbstwochenendes. Nachdem am Samstag nur Jonas
Briese (ORC) im leichten Einer gewinnen konnte und dabei immerhin die schnellste
Zeit der fast 30 Starter fuhr, rasselte es einen Tag später beträchtlich
im Medaillensäcklein.
Neben dem männlichen Doppelvierer, der auch ohne die zwei A-Ausflügler
in der Besetzung Briese/Fifelski/Kurth/Lückemann (alle ORC) und Steuerfrau
Ludwig (RRC) einen souveränen Sieg in einem vollen Feld heraus fuhr, gab
es einige sehr erfreuliche Einersiege.Youngster Kevin Stach (ORC) gewann ebenso,
wie Leichtgewicht Tom Fischer und Ruderspäteinsteigerin Theda Lehmann
(ORC). Die letztgenannte überzeugte in einem Kopf an Kopf Rennen durch
eine grandiose kämpferische Leistung und gab ihrer Freude lauthals Ausdruck,
als das Ergebnis über Lautsprecher verkündet wurde.
Ebenfalls siegreich gestalteten Lina Kattinger (ORC) und Susann Halliger (GRC)
ihr Doppelzweierrennen und überraschten dabei besonders mit bisher nicht
gekannten Endspurtqualitäten.Als besonders wertvoll sollte man auch den
zweiten Platz im weiblichen Doppelvierer einstufen. Im Vergleich zur Hauptsaison
gelang den Mädchen dabei ein Quantensprung. Halliger, Kattinger, Lehmann
und Anke Grebin (ORC) kamen nur eine Länge hinter dem Deutschen Vizemeister
Schleswig – Holstein und deutlich vor den höher gehandelten Hamburgerinnen
und Berlinerinnen ins Ziel. Für den Städtewettkampf, der in einer
Woche in Bremen ausgetragen wird, gibt diese Leistung Anlass zur Optimismus.
Eben dieser Städtewettkampf bestimmte im Übrigen die Meldungen für
die Regatta in Hamburg. Besonders das Riemenrudern sollte unter Wettkampfbedingungen
geübt werden. Dass dabei gelegentlich Lehrgeld gezahlt werden musste,
war abzusehen. Zumal mit dem Team aus Schleswig – Holstein der Deutsche
Meister im Achter und Vierer auf breiter Front vertreten war. Die von Rennen
zu Rennen geringer werdenden Abstände zu den Spitzenbooten jedoch, machten
den Jungs Mut und flößten ihnen Selbstbewusstsein für den Herbsthöhepunkt
auf dem Werdersee ein.
Karsten Timm
Ergebnisse NDM